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Plaudereien Neues vom Plastinator

longtime
longtime
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Neues vom Plastinator
geschrieben von longtime
Was der Ex-Prof. von Hagens alles zerschneiden, hobeln, fräsen und zusammenkleben kann - ist technisch ja irgendwie "besonders" - aber ich warte auf das Ende solcher Chemikal-Kriminalität.

... vielleicht wenn er sich selber final - etappenweise - plastiniert; als Nachweis seiner freihändigen Kunst-Manie.




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longtime
angelottchen
angelottchen
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Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf longtime vom 05.02.2008, 17:45:15
...ob es eigentlich wissenswert ist, dass dieser Mann ein geborener Gunther Gerhard Liebchen ist?
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angelottchen
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf longtime vom 05.02.2008, 17:45:15
wieso chemikal-kriminalität? ich finde, daß seine plastinate sehr zum verständnis der menschen für ihren körper beitragen und zugleich künstlerischen anspruch erheben. mich hat sowohl seine ausstellung KÖRPERWELTEN als auch die DVD darüber begeistert.

ich könnte mir gut vorstellen, daß ich ihm meinen körper nach dem ableben zur verfügung stelle - muss nur erst die zeit finden, entsprechende regelungen zu treffen.
im übrigen lässt von hagens derzeit prüfen, ob auch ein verkauf der plastinate an privatpersonen rechtens ist. hoffentlich klappt das - wenn ichs mir leisten kann, würde ich mir jedenfalls lieber ein hagens-plastinat in die vitrine stellen, als öde sammeltassen, oder kristallgläser.

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angelottchen
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Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf dutchweepee vom 05.02.2008, 19:58:59
auch, wenn der Leichnam von nicht definierten Herkunft ist?
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angelottchen
karl
karl
Administrator

Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von karl
als Antwort auf dutchweepee vom 05.02.2008, 19:58:59
Oh, dutchweepee,


möglicherweise könnte dann jeder hier eine Scheibe von dir abschneiden.
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karl
Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von marina
als Antwort auf karl vom 05.02.2008, 20:18:17
Auszug aus dem Artikel: "Eine weitere Idee des Professors: Verstorbene Haustiere plastiniert zerschneiden. "So kann das Hündchen als transparente Scheibe an der Wand hängen und aus dem Jenseits auf das Herrchen schauen." Preis für einen Schoßhund: 460 Euro."

Das ist ja sowas von makaber, dass man es für einen schlechten Scherz halten würde, wenn es nicht in einem seriösen Artikel stände.

Dieser von Hagens wird mir langsam unheimlich. Auf alle Fälle ist er mir durch und durch zuwider. Dr schreckt wirklich vor den geschmacklosesten, widerwärtigsten Ideen nicht zurück, Hauptsache Geschäft.
Als nächstes bietet er dann ein Glockenspiel oder ein Xylophon mit Knochen an. Wie dann die Knochen klappern werden, macht das nicht Spaß? Oder ein Totentanz gefällig?

"Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein,
Gebärden da gibt es vertrackte;
Dann klippert's und klappert's mitunter hinein,
Als schlüg' man die Hölzlein zum Takte.
Das kommt nun dem Türmer so lächerlich vor;
Da raunt ihm der Schalk, der Versucher, ins Ohr:
Geh! hole dir einen der Laken."
--
marina

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Leichenteile fürs Wohnzimmer ...
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf marina vom 06.02.2008, 10:05:28
Ich halte diesen Mann nach wie vor für abartig und wundere mich seit Jahren, dass seinem Treiben nicht längst ein Ende gesetzt wurde.
Haben Tote bei uns eigentlich keine Würde?

Suedeutsche Zeitung v. 03.02.08:

"....In diesem Jahr wird sich für Hagens entscheiden, ob es einen Markt für seine Geschäftsidee gibt. So gern er über Moral streitet, letztlich muss sich der Handel mit aufbereiteten Leichen rechnen. Und der soll im Frühjahr richtig losgehen. Dann will Hagens die ersten fertigen Plastinate unters Volk bringen.

Per Knopfdruck öffnet Bauleiter Wiepke das Rolltor, hinter dem tote Menschen aufbewahrt werden. Gunther von Hagens spricht nicht gern von Leichen, lieber von "Körpern". Das klingt unverfänglicher. Auf dem Boden stehen 50 Edelstahlbehälter. Hier endet, wer sich zu Lebzeiten zum "Körperspender" erklärt hat. "Unser ‚Bodymobil‘ holt die Toten ab und liefert sie hier an", sagt Wiepke und zeigt auf das Rolltor. Nein, kosten tut die letzte Fahrt nichts. Gleiches gilt für die Plastination selbst.

Die funktioniert so: Zunächst jagen Gunther von Hagens Leute Formalin in die Arterien des Toten, um die Verwesung zu stoppen. Dann ziehen sie mit Pinzetten und Skalpellen Haut, Fett und Bindegewebe ab. Sie legen den Körper in ein Bad, in dem Azeton Körperwasser und lösliche Fette verdrängt.

Jetzt beginnt die eigentliche Plastination: Der Körper wird in Kunststoff eingelegt und in eine Vakuumkammer gebracht. Das Vakuum saugt das Azeton heraus, sodass der Kunststoff vordringen kann. Diesen Kniff gefunden zu haben, reklamiert von Hagens für sich. Zum Schluss biegen und fixieren seine Mitarbeiter den Körper. In der Gubener Ausstellung sind unter anderem Leichen zu sehen, die aus ihrer Haut steigen, Fahrrad fahren und zum Fallrückzieher ansetzen. .... "

(vollständiger Artikel s. Link-Tipp)
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ursula
Medea
Medea
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Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von Medea
als Antwort auf marina vom 06.02.2008, 10:05:28
Marina und ich liegen ja höchst selten auf einer Linie - aber ihr posting zu von Hagens, diesem ominösen Professor, kann ich voll unterstreichen. Auch mich ekelt dieser Mensch an.

Medea
susannchen
susannchen
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Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von susannchen
als Antwort auf Medea vom 06.02.2008, 11:27:35
Dann ekelst du dich vor dem eigenen Körper bzw dem Leben als solches.
Sorry, das musste mal sein
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susannchen
Medea
Medea
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Re: Neues vom Plastinator
geschrieben von Medea
als Antwort auf susannchen vom 06.02.2008, 11:31:27
Nicht so schlimm Susannchen, ich lasse dir gerne deine Meinung.
Mein Körper in seinem Ist-Zustand erfreut mich jeden Tag und ich hoffe noch recht lange.
Nach meinem Tode wird er dem Feuer übergeben, das ist für mich stimmig.

Medea

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