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Innenpolitik Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll

karl
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Administrator

Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von karl
Der deutsche Nationalspieler Jerome Boateng war mir schon immer sehr sympathisch. Er ist einfach cool, selbstbewusst, aber nie überheblich.



Ich hätte ihn gern als Nachbarn, während ich mich über einen Herrn Gauland als Nachbarn schämen würde. Die deutsche Fussballnationalmannschaft und Fussballmannschaften überhaupt sind ein gutes Modell dafür, wie Gesellschaften von offenen Grenzen profitieren können. Wobei Jerome ein ganz normaler Berliner ist, er wuchs dort auf und Berlin ist seine "Heimat".

Karl
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karl
Administrator

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von karl
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 18:39:05
Zum Rassismus in Deutschland:
Alexander Gauland legitimiert mit seinen Äußerungen über Jérôme Boateng Fremdenfeindlichkeit. Das Gute daran ist, dass er damit die Maske der AfD so weit herunterreißt, dass die Fratze darunter endlich auch für die sichtbar wird, die sie bisher nicht erkannt haben.
...
Die Solidaritätsbekundungen für Jérôme Boateng zeigen, dass ein großer Teil der Gesellschaft aufschreit, wenn ein Idol mit dunkler Hautfarbe persönlich herabgesetzt wird. Der nächste Schritt muss sein, Solidarität auch all denen zu zeigen, die Deutschland nicht zum Fußball-Weltmeister gemacht haben. Quelle.
geschrieben von Daniel Pokraka


Karl
lupus
lupus
Mitglied

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von lupus
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 18:39:05
Die allgemeine Reaktion und nun auch deine enttäuscht mich oder soll ich lieber sagen ist typisch.
Der Gauland hat doch eine allgemeine auf eine nicht kleine Anzahl von Deutschen zutreffende Wahrheit ausgesprochen.
Einen guten farbigen Sportler (oder ausländischen) jubeln sie zu, aber einen Farbigen (oder Ausländer) als Nachbarn wollen sie nicht.

Daraus einen Angriff auf Boateng zu konstruieren ist für mich kläglich und lenkt vom eigentlich vorhandenen Problem ab.

Nur wenn sie ein Gauland ausspricht wird eine Tatsache noch immer nicht unwahr.

lupus

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Elmos
Elmos
Mitglied

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von Elmos
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 18:39:05
Hallo,

also ich muss sagen, ich möchte keinen prominenten Fussballspieler als Nachbarn haben, ich glaube, das wäre mir zu viel Trubel.

Aber ich lebe gerne (und schon lange) in Stadtvierteln und in Städten, in denen es sehr "multikulti" zugeht. Da brät man nicht so in seinem eigenen Germanensaft. Vor allem macht es auch das Einkaufen viel leichter.

Wobei das etwas ganz anderes ist, denn ich lebe gerne in Gegenden in denen auch "Einwanderer" leben und wenn ich das richtig mitbekommen habe ist doch dieser Fussballspieler ja doch auch einer der Germanen, von daher nicht grade ne "multikulti"-Bereicherung.

Liebe Grüße
Andrea
karl
karl
Administrator

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von karl
als Antwort auf lupus vom 30.05.2016, 20:17:27
Nun Lupus,

das sind doch klägliche Versuche deinerseits, den Schaden zu begrenzen. Lies doch bitte den Original FAS-Artikel.
Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat den deutschen Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng beleidigt. So werde der in Berlin geborene und aufgewachsene Fußballspieler, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat, zwar als Spieler in der deutschen Nationalmannschaft geschätzt, doch das bedeute nicht, dass er nicht als fremd empfunden werde. Gauland sagte dieser Zeitung: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Quelle.
geschrieben von FAZ

Gauland ist doch ein Medienprofi, der sagt das doch nicht, ohne die Wirkung zu bedenken. Er spielt den "bad-guy". Frauke Petry spielt den "good-guy" und entschuldigt sich bei Boateng.
AfD-Vize beleidigt Jérôme Boateng
"Die Leute wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben", sagt Gauland über den Fußballnationalspieler. Parteichefin Frauke Petry versucht den Schaden zu begrenzen.
geschrieben von ZEIT.DE


Falls er wirklich in einer Gegend wohnt, in der niemand neben Boateng wohnen wollte, dann frage ich mich, in welches Loch ist er hingeraten?

Karl
karl
karl
Administrator

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von karl
als Antwort auf Elmos vom 30.05.2016, 20:45:24
@ andrea,

der Trubel wäre tatsächlich ein Argument gegen die Nachbarschaft eines Promis.

Karl

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lupus
lupus
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Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von lupus
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 21:04:41
Ich brauche weder kläglich noch sonst wie einen Schaden begrenzen, denn zu Gauland hbe ich keine Beziehung.
Das du aber das Problem der alltäglichen Ausländerfeindlichkeit, das hier angesprochen wird nicht erkennst oder erkennen willst ist nur mit der Person Gauland erklärlich.
Nicht gerade ehrlich diskutiert.
lupus
karl
karl
Administrator

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von karl
als Antwort auf lupus vom 30.05.2016, 22:08:22
@ Lupus,

ich wende mich gegen verantwortungslose Politiker wie Gauland, die die latente Fremdenfeindlichkeit zu entzünden versuchen, weil sie diese für ihre Ziele nutzen wollen.

Karl
kirk
kirk
Mitglied

Re: Ich fände einen Nachbarn wie Jerome Boateng toll
geschrieben von kirk
als Antwort auf lupus vom 30.05.2016, 20:17:27
Sie (die Meinung von H. Gauland) wird dadurch nicht unwahr, aber sie wird gesellschaftsfähig gemacht.
Die Leute, die fremde Menschen nicht als Nachbarn haben wollen sehen sich dadurch bestätigt. "Seht her auch der Gauland ist der Meinung also liege ich mit meinem Verhalten nicht so falsch".
Und dagegen muss man Stellung beziehen!
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Ich finde bunte Menschen toll
geschrieben von dutchweepee
Ich mag Familien, die eine bunte Liebesbeziehung leben, schätzen und pflegen. Ich wohne in einem westfälischen Sechzehntausendeinwohnerdorf und da sind auch Heute noch Multikulti-Familien eher selten, aber es gibt sie und sie sind auch hier glücklich und von mir geschätzt.

Dieses ganze heuchlerische Bekunden einer farbigen "Nachbarschaft" macht mich krank, denn es spielt für mich keine Rolle, wie ein Mensch aussieht. Entweder man schätzt einen Menschen so wie er ist oder man sieht nur bis zu seiner Hautfarbe oder Religion.

Ich habe doch auch nichts einzuwenden, dass in meiner Nachbarschaft weiße Menschen wohnen, die Sonntags sogar in eine der Kirchen gehen - warum sollte ich dann etwas gegen Fußballspieler haben? Ich mag es nicht, wenn man vor Gästen und Freunden rülpst und furzt - das Aussehen meiner Freunde und Nachbarn ist mir aber egal.

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