Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik "Ich war gern DDR-Bürger" ...

Innenpolitik "Ich war gern DDR-Bürger" ...

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von Semmelbaecker

Zum Glück habe ich diesen Thread nicht eröffnet und werde mich
wieder verabschieden denn die Gewitterwolken über den meißten
Thread´s ziehen sich wieder zusammen. Da sage ich: Nein danke

P.S.
Menschen die offen ihren Stern mit Mut heutzutags tragen
bewundere ich.
Doch Menschen die ihren Stern nur benutzen finde ich abscheulich
besonders wenn sie glauben sie wären das Gelbe vom Ei ✌️

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf Semmelbaecker vom 10.11.2019, 13:17:29

..na klar, wenn konkrete Fragen gestellt werden und man keine Antwort weiss bzw nicht antworten kann, ohne die Hose symbolisch runter zu lassen, kneift man lieber den Schwanz ein und behauptet, die anderen wärenalle unfähig zu diskutieren, poliert seinen DDR Stern und geht beleidigt vondannen ...aloha

werderanerin
werderanerin
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von werderanerin

Ich war auch DDR Bürgerin und stehe auch dazu, es war meine Vergangenheit, ein Großteil meines Lebens, was ich mit der Geburt erstmal so gar nicht beeinflussen konnte.
Alles, was man selbst dazu schreibt, ist ganz individuell und natürlich subjektiv gefärbt, kann auch gar nicht anders sein und deshalb kann man nichts verallgemeinern. Jeder hatte seinen Weg und Biografie und hat letztlich "das Beste" aus dem Leben gemacht.

Habe mir allerdings noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ich das nun "gerne" war oder nicht...es war einfach so. Im Grunde würde ich jetzt so manches wiederholen,  was ich in dem anderen Thread "Mauerfall" schon geschrieben hatte...das muss aber nicht sein.

Viele, die die DDR verlassen hatten, egal ob vor oder nach dem Mauerfall, sind wieder zurückgekehrt.
Da möchte man schon fragen, warum...? Ist es eben doch irgendwie ein Stückchen Heimat geblieben...etwas, was man nicht aus dem Herzen reißen kann... ?

Die DDR gibt es seit nunmehr 30 Jahren nicht mehr, erst gestern wurde am Brandenburger Tor diesem Tag gedacht und gefeiert.  Wünsche kann man ja äußern, vielleicht gibt es in 30 Jahren keine Mauern mehr in den deutschen Köpfen.

Das wäre schön, denn ich frage mich schon manchmal, wo ist die Herzlichkeit hin, die am Tag des Mauerfalles von Ost wie West ausgestrahlt wurde...und vor allem so echt war ?

Kristine



 


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JuergenS
JuergenS
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von JuergenS

mich interessiert nach wie vor, was und wie hier geschrieben wird, denn ich will mein Bild von der DDR, die ich nie besucht hatte, durchaus schärfen, man lernt nie aus.
Ich denke, dass auch ich mich in irgendeiner Weise eingerichtet hätte, als DDR Bürger, der Graubereich ist natürlich riesengroß und die Subjektivität kommt noch dazu.

Ich persönlich habe nie einen politischen Systembruch erleben müssen, kann leicht reden, viele mußten, weil schon älter damals, sogar zwei Systembrüche hinnehmen, unvorstellbar, was man da verarbeiten mußte.

 

freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf WoSchi vom 10.11.2019, 12:38:17
 und der Teil der Familie, der sich in Bulgarien im Urlaub mit Westdeutschen Verwandten traf, der wurde verraten und durfte danach nicht einmal mehr an die Ostsee. Was betreibst Du denn für Augenwäscherei?

Wir waren seinerzeits in Ungarn am B. See und hatten ein Haus gemietet.
Und ein zwei Tage späterkamen Verwandte mit dem Flugzeug aus der DDR und die wohnten mit uns im Haus.
Da gab ein keine Probleme.
Das muss so 81 gewesen sein.
novella
novella
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von novella
als Antwort auf Semmelbaecker vom 10.11.2019, 13:17:29
Zum Glück habe ich diesen Thread nicht eröffnet und werde mich
wieder verabschieden denn die Gewitterwolken über den meißten
Thread´s ziehen sich wieder zusammen. Da sage ich: Nein danke

P.S.
Menschen die offen ihren Stern mit Mut heutzutags tragen
bewundere ich.
Doch Menschen die ihren Stern nur benutzen finde ich abscheulich
besonders wenn sie glauben sie wären das Gelbe vom Ei ✌️
Semmelbaecker, angemeldet am 9.11. also gestern, weiß schon so gut Bescheid, wer hier richtig oder falsch liest usw. oder dass sich in den "meißten  Thread's" gestritten wird. Ich wusste nicht so gut Bescheid nach einem Tag Anwesenheit im Forum.

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RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von Semmelbaecker
als Antwort auf novella vom 10.11.2019, 14:58:08

novella ... ich bin nicht neu hier und das zum glück 😋

novella
novella
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von novella
als Antwort auf Semmelbaecker vom 10.11.2019, 15:00:56
Semmelbaecker
Dabei seit: 09.11.2019
Angabe in deinem Profil
luchs35
luchs35
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von luchs35
als Antwort auf Semmelbaecker vom 10.11.2019, 12:46:01
Scheinbar hast du probleme beim lesen und das wurde dir
schon in mehreren Thread´s vorgehalten das du nicht
richtig liest. Ich schrieb bewußt: "waren möglich"
 
Also dafür, dass Du Dich erst gestern erstmals angemeldet hast, Semmelbaecker, scheinst Du Dich ja toll durchgelesen zu haben, um urteilen zu können.
Du hast halt ein besonderes feeling, gelle?  
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

RE: "Ich war gern DDR-Bürger" ...
geschrieben von Monja_moin

Ich möchte mal sagen, die meisten versuchten aus dem was ist für sich das Beste daraus zu machen.
Je mehr Druck von "Oben", um so mehr rückte "Unten" zusammen, um den Druck besser aushalten zu können.
 
Die persönliche Freiheit war extrem eingeschränkt. Das bezog sich nicht nur aus
Urlaubsreisen in westliche Länder.
 
Viele Familien wurden getrennt, sie durften sich nicht ohne extra Genehmigung gegenseitig besuchen, wenn Ausnahmen möglich, dann unter strenge Auflagen.
 
Wenn ein Angehöriger aus dem Westen die Transitstrecke nach Berlin benutzte, dann war es verboten sich unterwegs auf dem Parkplatz an der Transitstrecke kurz zu treffen.
 
Auch im Alltag gab es große Einschränkungen, auch bei der Wohnungssuche.
Ein Beispiel...
Eine Halbschwester meiner Mutter war ledig, sie wohnte noch mit über 40 Jahren bei Ihrer Mutter.
Sie wollte gerne endlich ausziehen und eine kleine eigene Wohnung beziehen und eigenständig sein.
Das wurde ihr nicht erlaubt, weil die Wohnung der Mutter (4 größere Zimmer) war groß genug für 2 Personen sei.
 
Ein weiteres Beispiel...
Ein Cousin meines Mannes (er war mehrere Jahre älter als mein Mann) hatte Germanistik und Musik studiert. Bis zum Mauerbau war er Dozent an der Uni. Nebenbei als Organist in der Marienkirche oder Nikolaikirche in Ostberlin tätig.
Er war ein sehr gläubiger Mensch. Aus diesem Grund durfte er nach dem Mauerbau nicht mehr als Dozent tätig sein. Um seinen Unterhalt zu bestreiten, gab er privat Geigenunterricht und anderen Musikunterricht.

Wenn größere Konzertreisen in Ostblockländer anstanden durfte er als 1. Organist mit.
Später als er verheiratet war, auch mehrmals in den Westen, z. B. Niederlande.

Da gab es allerdings strenge Auflagen, immer in der Gruppe bleiben, verboten war mit westlichen Bewohnern zu reden, auch nicht im Hotel an der Bar sowie das Hotel nicht alleine verlassen. Die Musiker waren ständig unter Kontrolle.
Ähnliche Auflagen gab es auch auf Konzertreisen in die Ostblockländer.

Von den recht hohen Einnahmen der Konzerte bekamen die Musiker ein kleines Taschengeld, den Rest behielt der Staat.
 
Ich könnte noch mehr Beispiele nennen, will aber keine Romane schreiben.
Das zur persönlichen Freiheit.
 
Ich verstehe nicht, daß jemand sich das alles auch wieder wünscht.
Wird das alles in der Erinnerung ausgeblendet?
 
Monja.


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