Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

adam
adam
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 08.11.2014, 01:16:12
Und Biermann ein Blödelbarde? Ein Otto? Dann sind wohl alle Gremienmitglieder, die Biermann für würdig befanden, hoch geehrte Preise zu bekommen, versehentlich Anhänger von Blödeleien?


Ich habe in den Jahren vor dem Mauerfall an vielen Protestveranstaltungen, Bluesertreffen und Liederclubs (auch in vielen Kirchen) teilgenommen. Biermann und seine "Lieder" spielten keine Rolle, weil er systemnah, schlecht und seine Songs sinnlos waren.

Es gab viele andere Liedermacher in der DDR, die tolle und schöne und tragende Protestsongs gesungen haben. Die wurden auch mit Kassetten kopiert und weitergereicht - Biermann war nie dabei. Der wurde nur im Westfernsehen übertragen und sang Zeugs, das mit der DDR-Wirklichkeit nichts zu tun hatte.

Er hat sich halt nur opportunistisch an seine neuen Brötchengeber angepasst. Mit Erfolg.

:)
geschrieben von adam


Nun dutch,

Biermann wollte eine andere DDR. Er wollte einen Staat, in dem die Menschen ihren sozialistischen Weg zum Kommunismus finden, ohne SED-Diktat, ohne Stasi. Er hat das SED-System kritisiert, das seiner Meinung nach diesen Weg verhindert hat. Biermann hat das schon zu einer Zeit gewollt als das vielleicht noch möglich gewesen wäre. Ich habe ihn schon als 14jähriger gekannt, hatte die LP mit Neuss zu Hause und bekam etwas später die Chausseestraße geschenkt. Allerdings ohne alles zu kapieren, ohne die Hintergründe zu kennen.

Biermann wollte also dasselbe, was Du wolltest als Du 1989 auf die Straße gegangen bist. Warum wirfst Du ihm jetzt Anbiederung vor? Weil er die Freiheit hatte, zu erkennen, daß es so nicht funktioniert? Weil er immer auf Seiten der Arbeiter und Bauern stand? Weil er sich mit den DDR-Bürgern gefreut hat als die das SED-Joch abschüttelten, der Sowjetunion die einseitige Freundschaft kündigten, der Bundesrepublik und damit der Nato und der Europäischen Gemeinschaft beitraten? Hätte er sich besser der SED anbiedern sollen?

@Lindensee,

Thread, Thema, Faden ist dasselbe.

Erklär mir lieber die Gemeinsamkeiten zwischen der Linken und den deutschen Kooperationspartnern des von Dir empfohlenen RT-Fernsehens, die ich doch ziemlich weit rechts sehe.

@justus

Du gestattest, daß ich mir meine Gebete selber raussuche? Danke!!

--

adam
pippa
pippa
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pippa
Und wieder einmal stelle ich fest, dass mein Bauchgefühl hinsichtlich Biermann mich nicht betrogen hat, und so bedanke ich mich bei Euch für die Aufklärung.

Ich fand seine Texte nie besonders berauschend und konnte den Rummel den man um ihn machte, überhaupt nicht nachvollziehen. Da er mich nie interessierte, habe ich natürlich auch nur immer das über ihn erfahren, was ich der Tagespresse entnehmen konnte, und da hat es mich oft geschüttelt, denn so manch einer hätte ihn am liebsten „heilig gesprochen“.

Ich bin ein vom 2. Weltkrieg/und Folgen geprägter Mensch und musste immer wieder erleben, dass WIRKLICHE Widerstandskämpfer nach überstandenem Desaster eher verunglimpft wurden.
Niemals wurden sie verehrt, bejubelt oder mit Orden dekoriert. Zu so etwas sind die Menschen wahrscheinlich erst ein paar Generationen später fähig.

Aus diesem Grund bin ich stets sehr vorsichtig, wenn Bürgerrechtler und Widerstandskämpfer bereits zu Lebzeiten so hochgejubelt werden.

Wie wenig Größe ein W. Biermann hat, konnte man gestern eindrucksvoll im Fernsehen erleben.

Pippa
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf pippa vom 08.11.2014, 10:50:08
Das Protest-Songs in der DDR auch anders klingen können, zeigt dieser Song von Gerhard Schöne. Der wurde oft und gern in die Dresdner Studentenclubs eingeladen, auch wenn er gerade Auftrittsverbot hatte ....uuund:

Er ist nicht in den Westen abgehauen, sondern blieb beim Protest.


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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von klaus
als Antwort auf dutchweepee vom 08.11.2014, 11:23:13
"Das Protest-Songs in der DDR auch anders klingen können, zeigt dieser Song von Gerhard Schöne."


Kenne ich - trat auch 1988 im Jugendclub meiner Heimatstadt auf.
Schöne - "leise" Lieder mit angenehmen Melodien.
Ansonsten bin ich nicht unbedingt der Liedermacher-Fan ( auch nicht v. Biermann).
Der große Protestler war er allerdings nicht.
Für seine kritischen Lieder erhielt Schöne 1987 den Kunstpreis der DDR und Anfang 1989 sogar den Nationalpreis der DDR.
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf klaus vom 08.11.2014, 11:38:32
Konstantin Wecker:

"Liebe Freunde,
Wolf Biermann wird in den Bundestag eingeladen um zu singen.
Er beschimpft die Linke als Drachenbrut, so ausführlich, dass ihn Bundestagspräsident Lammert mit einem Hinweis auf die Geschäftsordnung ermahnen muss. Biermann meint, er lasse sich das Reden nicht verbieten und entgegnete an die Adresse der Linken: "Ihr seid dazu verurteilt, das hier zu ertragen. Ich gönne es Euch."
Mal sehen, wann ich jetzt in den Bundestag eingeladen werde, um meine Lieder zu singen. Und wie die Streicher, Stricher und Streichler der Bankenmacht das ertragen.
Es wäre Ihnen zu gönnen."

Wecker
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf klaus vom 08.11.2014, 11:38:32
Schöne - "leise" Lieder mit angenehmen Melodien.

Ist dir H.I.P. laut genug? Die habe ich oft Live in der SCHEUNE in Dresden gesehn/gehört:


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Tina1
Tina1
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von Tina1
meine Gedanken zur Linkspartei...

Man muss nicht lange überlegen um zu erkennen das die "Linkspartei" doch genau die Themen in ihrem Programm anspricht die für einen großen Teil der Bevölkerung wichtig sind.

"Lafontaine auf die Frage von Spiegel.de am 13. Juni, ob eine Koalition von SPD und Linkspartei auf Bundesebene für ihn eine realistische Perspektive sei: „Ja, wenn man folgende Ziele anstrebt: Lohnwachstum im Rahmen von Produktivität und Preissteigerung, ein entsprechendes Rentenwachstum und ein Sozialstaat, der diesen Namen verdient."

Es sind soziale Ziele u Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Dafür würde ich immer meine Stimme geben. Es ist doch daher ganz klar das sie damit vielen Menschen entgegenkommen und sie deshalb immer mehr Zulauf haben. Man fühlt sich über das was Gysi äußert verstanden, er sagt das was sie hören wollen u man setzt Hoffnung in seine Politik. Er weiß also ganz genau wo die wunden Punkte sind u wie man die Menschen begeistert kann. Bloß hat dieser Mann in der DDR nichts dazu beigetragen das es dort besser wurde.

Und die Frage ist doch ob diese Partei nur darüber redet oder sie es auch umsetzen? Welche Erfolge können sie bis jetzt vorweisen? Ich habe bis jetzt nicht spüren können das sie irgendwas verändert haben in der Richtung, das durch sie sich zb. die Arbeitslosigkeit verringert hat? Viele Programmpunkte wurden von der SPD übernommen wurde.
Die SPD hat viele gleiche Ziele, deshalb war sie dann auch sofort meine Partei, denn sie hat meine Ziele u Wünsche am besten vertreten. Aber heute muss man sich fragen was hat sie denn von all dem was sie als Ziele deklariert hat wirklich umgesetzt in den 25 Jahren? Sie hat sich doch immer mehr von dem Gedankengut der SPD, abgewandt. Unter Schröder wurde es dann noch deutlicher welchen Weg man gehen will. Das "Soziale" wurde immer mehr abgebaut, als aufgebaut.

Damit hat sie nach und nach die Wähler immer mehr enttäuscht, u. viele Wählerstimmen verloren und das bis heute.
Mein empfinden war das diese Partei immer mehr die Interessen der CDU bediente und die CDU dann unter Merkel sich dahingehend veränderte das sie nicht mehr nur die Partei der "Arbeitgeber" war. Ich fühlte mich langsam in einigen wichtigen Punkten mehr von der CDU vertreten, als von der SPD. Das zeigte sich vorallem in dem Abbau der Arbeitslosigkeit und bis vor kurzen im wirtschaftlichem Wachstum, was kein Schröder geschafft hat. Die Wahlen bestätigten ja dann auch meine Gedanken, die SPD Regierung wurde von der CDU ab gelöst und das bis heute.

Man hat dann ja auch sehen können, nachdem Schröder kein Kanzler war, was er für ein "Sozialdemokrat" war, für wem sein Herz wirklich geschlagen hat. Sein weiteres Leben, seine Jobs waren alles andere als das was er vorher als Sozialdemokrat gepredigt hat.
Diese Gedanken und das Erlebte bringen mich zu dem Schluss und der Frage, warum sollte nun die "Linkspartei" das umsetzen können was der SPD nicht gelungen ist? Zumal sie bis jetzt kaum was erreicht haben, sie hatten doch genug Zeit dafür. Vieles was die Linken, vorallen der Teil der ehemaligen Ostlinken anstreben, wurde auch alles von der SED dem Bürger erzählt. Man hat vertraut, aber was daraus geworden ist das zeigt ja die Geschichte.

"Etwas verdruckst und etwas angepasster meldeten sich die alten PDS-Mandatsträger zu Wort. „Wir setzen uns dafür ein, dass die neue Partei mehr wird als eine Sammlungsbewegung, die gegen den Kapitalismus kämpft“, sagt Stefan Liebich, ehemaliger Fraktions-Chef der Berliner Regierungs-PDSler. Mittlerweile ist er ein Sprecher des „Forum demokratischer sozialismus“, dessen Erklärung von allen drei Berliner Senatoren der LINKEN, der Mehrheit des alten PDS-Parteivorstands, zehn Bundestagsabgeordnete und den Landtagsfraktionsvorsitzenden von Sachsen-Anhalt, Berlin, Sachsen und Brandenburg unterzeichnet wurde."

"die gegen den Kapitalismus kämpft“ dafür war ich auch mal, weil Sozialismus das bessere Modell in meinen Augen war.
Aber die Geschichte hat gezeigt was Leben im Sozialismus bedeutet hat. Das es dem Menschen nicht das gegeben hat was es versprochen hat, das es ein Leben ohne Freiheit in Allem war. Wenn es nicht so wäre, wäre das System nicht gescheitert u die DDR gäbe es heute noch.

Da man immer noch mit den alten Thesen in der Linkspartei arbeitet zeigt doch das man aus der Geschichte nichts gelernt hat, es kein Umdenken bei den Ostlinken gab u gibt, sie immer noch am "Alten " festhalten wollen.
Deshalb kann man m. E. dieser Partei als Bürger nicht vertrauen. Das sind meine Gedanken, mein Erleben der Politik als ehemalige DDR Bürgerin.
Tina
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf dutchweepee vom 08.11.2014, 11:23:13
Otto würde es sich bestimmt verbitten, mit diesem Bänkelsänger verglichen zu werden.
Gerhard Schöne und Reinhard Mey sind noch Liedermacher über deren Texte es sich lohnt, nachzudenken. Sie werden aber wohl kaum mit Orden bedacht werden. Man sagt nicht umsonst Orden und Bomben treffen immer die Unschuldigen.

Mit dem Biermann- Jahrmarkt- Spektakel hat nun unser Bundestag den letzten Hauch von Seriosität eingebüßt. Norbert Lammert kann jetzt zur Steigerung nur noch Nina Hagen als Festrednerin engagieren.
Es wird sich mancher überlegen, ob es sich lohnt, wegen diesem Kegelklub ein Wahllokal aufzusuchen.

justus
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von justus39 †
Wolf Biermann im Bundestag
Zentrum für politische Hässlichkeit

Ein Drachentöter will er sein – und tritt doch nur nach unten. Wolf Biermann hat seine Chance zur Rebellion verpasst. Andere nutzen sie umso mehr.

Es ist natürlich richtig, zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die schlimmen Seiten der DDR noch einmal in Erinnerung zu rufen. Aber gleich Wolf Biermann?
Dabei ist gar nicht so leicht zu entscheiden, was an dessen Auftritt im Bundestag eigentlich den größten Anlass zum Fremdschämen bot. Denn erstens deliriert Biermann: „Mein Beruf war doch Drachentöter“, und ein solcher könne schließlich „nicht mit großer Gebärde die Reste der Drachenbrut tapfer niederschlagen“, nur um es mit großer Gebärde, allerdings eher wenig tapfer dann eben doch zu tun und die im Bundestag anwesenden Vertreter der Linkspartei als „den elenden Rest dessen, was zum Glück überwunden ist“ zu dissen.
Drachenbrut? Angesichts des Zustands der marginalisierten Opposition in Zeiten der Großen Koalition wäre es treffender, von armen Würmchen zu sprechen, und so ergäbe das Bild auch Sinn, denn dann wäre Biermann kein Drachentöter, sondern nur der nach unten pickende eitle Gockel, der er nun einmal ist.
Der sich, zweitens, dabei auch noch in eine unappetitliche Siegerpose wirft, wenn er zu den Linken sagt: „Ihr seid dazu verurteilt, das hier zu ertragen. Ich gönne es Euch.“ Womit er in gewisser Weise sogar Recht hat, denn dass in der DDR allerhand schief gelaufen ist, zeigt sich ja nicht zuletzt daran, dass sie Gestalten wie Biermann hervorgebracht hat, die ein Vierteljahrhundert nach Mauerfall immer noch ein solcher zunehmend verbittert wirkender Hass auf die alten Gegner umtreibt. Wobei Biermann putzigerweise direkt im Anschluss singt: „Du, lass dich nicht verbittern, in dieser bitteren Zeit“ und dabei offenbar so gar nichts bemerkt.
Namenloses Unrecht
Drittens leidet Biermann an einer offenbar ganz respektablen Hybris. Er reklamiert für sich, die Mauer quasi im Alleingang eingerissen zu haben. So ruft er den Linken zu: „Ich habe euch zersungen mit den Liedern, als ihr noch an der Macht wart“ – als habe er nicht nach seiner Ausbürgerung 1976 vor allem die Nerven der Westdeutschen zersungen und, schlimmer noch, zerredet. Auch so ein Unrecht der deutschen Teilung, über das heute niemand mehr spricht.
Und viertens schließlich geriert Biermann sich als nach wie vor unbeugsamer Rebell, obwohl er doch von der Staatsspitze einzig zu dem Zweck exhumiert wurde, die ohnehin schon de facto bedeutungslose Linken-Fraktion noch weiter zu demütigen. Während er also für die Regierung den nützlichen Idioten gibt, tut er gleichzeitig so, als befinde er sich damit im Widerstand.
Auf den ohnehin nicht ernst gemeinten, da völlig folgenlosen Hinweis von Bundestagspräsident Norbert Lammert, er sei zum Singen und nicht zum Reden eingeladen, erwiderte er: „Das Reden habe ich mir in der DDR nicht abgewöhnt und werde das hier schon gar nicht tun.“ Da hat er sich ja ordentlich was getraut. Widerworte gen Norbert Lammert! Was für ein Drachentöter!
Dabei hätte Biermann durchaus die Chance gehabt, ein kleines bisschen mutig zu sein. Statt zum Mauergedenken längst geschlagene Schlachten mit den Nachkommen der Machthaber von gestern zu führen, hätte er auf die zahlreichen Toten an der EU-Außengrenze hinweisen können, die die aktuelle Mauerpolitik der heute Herrschenden zur Folge hat. Dafür hätte es dann allerdings vermutlich keinen johlenden Applaus von der Bundestagsmehrheit gegeben.
So bleibt es dem „Zentrum für politische Schönheit“ mit seiner Mauertoten-Gedenkkreuz-Aktion vorbehalten, dem Jubiläumstag angemessen, tatsächliche Dissidenz zu zeigen, während Biermanns Geplänkel im Bundestag eben doch nur für die in Deutschland nach wie vor vorherrschende politische Hässlichkeit steht.

geschrieben von taz.de
adam
adam
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 08.11.2014, 11:47:05
Konstantin Wecker:

"Liebe Freunde,
Wolf Biermann wird in den Bundestag eingeladen um zu singen.
Er beschimpft die Linke als Drachenbrut, so ausführlich, dass ihn Bundestagspräsident Lammert mit einem Hinweis auf die Geschäftsordnung ermahnen muss. Biermann meint, er lasse sich das Reden nicht verbieten und entgegnete an die Adresse der Linken: "Ihr seid dazu verurteilt, das hier zu ertragen. Ich gönne es Euch."
Mal sehen, wann ich jetzt in den Bundestag eingeladen werde, um meine Lieder zu singen. Und wie die Streicher, Stricher und Streichler der Bankenmacht das ertragen.
Es wäre Ihnen zu gönnen."

Wecker


Die Linke kann ja Konstantin Wecker gerne einladen. Allerdings sind auch dessen Lieder Geschmackssache und seine Sprüche abgedroschen und immer noch ohne Wissen als Hintergrund. Er lebte auch noch nie in einem Staat, der ihn mit Berufs- und Veröffentlichungsverbot belegte und wurde noch nicht aus seiner Heimat ausgesiedelt. Außer für die Zeit, die er im Gefängnis verbrachte und das aus eigener Verantwortung.

Niemand muß Biermann lieben, ich bin auch nicht mit allem und wie er es ausdrückt einverstanden. Aber gegenüber Biermann ist Wecker ein gedankenloser Schwätzer.

PS: Eines ist ersichtlich, daß nämlich Biermann hier politisch angegangen wird, obwohl er nur gegen das SED-System geredet und gesungen hat. Das wirft ein klärendes Licht.

Im Übrigen klinke ich mich aus dieser hässlichen Zwischendebatte aus.

--

adam

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