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Religionen-Weltanschauungen Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung

clara
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Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von clara
Es war zu erwarten! Ohne Zensur will die Kirche die Studie nicht durchlassen. Es soll weiter verzögert und unter den Teppich gekehrt werden, was den Opfern angetan wurde. Den Tätern wird geholfen (Versetzung von Pfarrern u.ä.), nicht den Opfern. Mit 5000 Euro pro Opfer glaubt die Kirche, sei dem Missbrauch Genüge getan.

Solange sich nicht staatliche Stellen der Sache annehmen, geschieht von kirchlicher Seite wenig bis nichts. Wie sollte auch erwartet werden, dass man sich selbst anklagt und aburteilt!

http://www.sueddeutsche.de/panorama/studie-ueber-sexuellen-missbrauch-kirche-weist-vorwurf-der-zensur-zurueck-1.1569357

Clara
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 13:43:01
Hat von Euch Irgendeiner erwartet, dass die katholische Kirche, die seit 2000 Jahren mit Geheimniskrämerei und Zensur die Menschen belügen und beherrschen möchte, plötzlich offen und ehrlich handelt?
margrit
margrit
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von margrit
als Antwort auf dutchweepee vom 10.01.2013, 13:52:58
Ich jedenfalls hab NICHT erwartet, daß die katholische Kirche plötzlich
offen und ehrlich handelt. Was Andere erwartet haben, weiß ich
nicht.
Margrit

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pilli †
pilli †
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von pilli †
als Antwort auf dutchweepee vom 10.01.2013, 13:52:58
ja dutchie

das hatte ich tatsächlich zu beginn erwartet, denn das konnte selbst ich nicht glauben, dass die entscheidenden köppe derart raffiniert mit ihren aktionen, wie sich jetzt zeigen könnte, nur beruhigend wirken wollten.

noch mehr leute, deren denke nicht vergiftet wurde vom allzuvielen schnüffeln am weihrauchkesselchen, werden m.e. aus der kirche austreten.

der fairness geschuldet, möchte ich einen artkel anbieten, der sich des pro und kontras zum thema annimmt und von kath. net aus einem blog übernommen wurde:



10. Januar 2013, 11:30

Kirche lässt weiterforschen

Warum hat die DBK die Zusammenarbeit mit Christian Pfeiffer und dem kriminologischen Institut gekündigt?
geschrieben von Bordat gastkommentar


kath.net

die zeit wird zeigen, welche gründe tatsächlich auslösend gewirkt haben; aber bereits jetzt ...nur beim lesen des artikels ...sind mir sofort die "Hintertürchen" unangenehm aufgefallen, die der artikel anbietet, sich später dahinter zu verstecken. das ist aber nur meine meinung und meine lesart.

---
pilli
clara
clara
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von clara
als Antwort auf pilli † vom 10.01.2013, 15:04:32
ja dutchie

... dass die entscheidenden köppe derart raffiniert mit ihren aktionen, wie sich jetzt zeigen könnte, nur beruhigend wirken wollten.

---
pilli

In einem gestrigen Radio-Interview mutmaßte ein betroffener ehemaliger Internatsschüler, ein Ankläger der ersten Stunde sozusagen, dass der Faktor Angst für die Kirche ein Auslöser für die Kündigung war. Die Kirche befürchte weitere unangenehme Fragen der Katholiken betr. Pädophilie bis hin zum Zölibat. Damit letztendlich weitere Kirchenaustritte.

Clara
olga64
olga64
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von olga64
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 15:18:33
Der mutige Herr Pfeiffer, der ja in diesem Gremium die weltliche Seite darstellte, wollte allein weitermachen und ein Forschungsunternehmen beauftragen; jetzt erhielt er Unterlassungsklage. Die katholische Kirche scheint ja voller Angst zu sein - erschütternd.Ich hoffe aber, dass nun Herr Pfeiffer weitermacht, bzw. politische Parteien, auch im Rahmen ihrer Wahlkampf-Aktivitäten hier mitkämpfen. Wäre wichtiger als einige andere Themen,die hier angegangen werden.
Sicher bleibt es wieder an unserer Kanzlerin hängen, die sich ja schon einmal mit dem Papst anlegte. Olga

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clara
clara
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 10.01.2013, 15:22:06
Ob Frau Merkel als evangelische Pastorentochter vom Papst für voll genommen wird, bezweifele ich. Da wäre ein gut katholischer Politiker, möglichst aus Bayern, schon eher akzeptiert. Aber das Thema ist natürlich zu ernst, um Scherze darüber zu machen.

Clara
olga64
olga64
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von olga64
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 15:27:48
Als sie sich vor einigen Jahren öffentlich mit dem Papst anlegte, erregte sie sehr wohl Aufmerksamkeit. Immerhin ist der Papst Deutscher und es ist theoretisch auch seine Kanzlerin.
Von der CSU braucht hier sicher keiner was zu erwarten. Und die anderen, z.B. Steinbrück, würde sicher keiner für Ernst nehmen. Olga
clara
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 10.01.2013, 15:32:02
Na, dann wünsche ich Frau Merkel viel Glück! Clara
schorsch
schorsch
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Re: Kath. Kirche kündigt die Missbrauchs-Aufarbeitung
geschrieben von schorsch
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 13:43:01
Der Vatikan hat ja vor ein paar Jahren eine Sammelstelle für solche Missbrauchsmeldungen eingerichtet. Wohl aber nicht um den Opfern zu helfen, sondern um die Klagen "gesammelt" besser unter die Decke wischen zu können.

Ich hege den Verdacht, dass in den Kurien noch so viele Amtsträger in Ehren und Würden eine solche Menge Untaten auf dem Kerbholz haben, dass sie das allergrösste Interesse daran haben, dass zu ihren Lebzeiten dieser "Sammelklagen-Deckel" angeleimt wird!

Und wie soll denn etwas an die Öffentlichkeit gelangen, wenn so viele Mitwisser und -Täter so viel voneinander wissen, dass jeder das grösste Interesse daran hat, dass kein Untatenbruder zur Rechenschaft gezogen werde - auf dass er selber nicht in den Sumpf-Reinigungsprozess involviert werde.

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