Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Terror von links
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf klaus vom 25.04.2016, 10:30:14
die "Sprache" der Antifa war nie anders als die hier als "SA-Methoden zur Einschüchterung unliebsamer Politiker" bezeichnete.


den organisierten Antifaschismus mit der faschistischen SA zu
vergleichen , ist an ignoranter dummheit kaum zu toppen .

sitting bull
Re: Terror von links
geschrieben von klaus
als Antwort auf sittingbull vom 25.04.2016, 13:38:27
"den organisierten Antifaschismus mit der faschistischen SA zu
vergleichen , ist an ignoranter dummheit kaum zu toppen ."


Was sagst du mir das - ich habe nur zitiert, was man an "..." erkennen kann.
wandersmann_1
wandersmann_1
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Re: Terror von links
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf pschroed vom 25.04.2016, 08:11:27
Interessant ist aber auch, wie sich die Wortwahl verändert.
Medienoligarchin Friede Springer bspw. propagiert im Fall Ramelow neues "wording", indem sie aus bisherigen "Antifa-Chaoten" und "Antifa-Krwallniks" in der Auseinandersetzung mit Ramelow, wie im "Spiegel" nachzulesen, nun plötzlich "Antifa-Aktivisten" macht. Der positive Nachhall von "Aktivisten" dient durchschaubar einzig der Diskreditierung des linken MP Ramelow, dem damit klammheimlich unterstellt wird, er würde sich hier gegen Kämpfer für die gute Sache stellen.

Auch die Überschriften besagter Artikel sollen bewusst täuschen, wenn in ihnen von "Ramelow rastet aus" oder "Ramelow verliert die Nerven" die Rede ist, was ja nun nachweislich nicht stimmte, da er vergleichsweise sachlich in seiner Argumentation blieb. Die reinen Headline-Leser erreicht dieser Inhalt aber nicht mehr.

@ klaus

Ich würde sb ja eine Erklärung zu seinem fälschlicherweise an Dich gerichteten Vorwurf geben, bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt einen Sinn ergeben würde.

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Re: Terror von links
geschrieben von klaus
als Antwort auf wandersmann_1 vom 26.04.2016, 14:13:35
"...bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt einen Sinn ergeben würde."


Ich auch nicht - also lass mers .
Tina1
Tina1
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von Tina1
Linktipp: Wie Sebastian Krumbiegel Ramelows "Ausraster" erlebte

Eigentlich ein feierlicher Anlass. Im Stadthaus Halle soll der Inklusionspreis "Mosaik" verliehen werden, es geht um Menschen mit Behinderung. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ist Schirmherr, auch Sebastian Krumbiegel ist gekommen um die Sache zu unterstützen. Doch kurz bevor es losgeht, kommt es zu einer Auseinandersetzung mit vier jungen Leuten von der ANTIFA, sie kursiert als Handyvideo im Internet: "Ich finde den Aufruf beschissen, ich sags so deutlich. Das ist so eine intolerante Aktion," Ramelow schimpft. Es geht um ein Plakat, das zu einer linken Demonstration am Wohnort von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke aufruft. "Weg mit den braunen Zonen, weg mit der AFD" heißt es im Demo-Aufruf unter der Überschrift: "Straight to Hell" – direkt in die Hölle.

Was genau passiert ist, beschreibt Bodo Ramelow auf Twitter so: "Während ich mich in das Gästebuch des Vereins ‚Mit Handicap leben‘ eintrage, stellt sich die junge Frau mit dem Plakat hinter mich. Der Fotograf wartet, bis ich mich umdrehe. Genau gegenüber wird ein Dritter postiert, der mit seinem Handy filmt. Hinter mir steht ein Vierter und ruft mir zu, man sei gekommen, weil ich ‚nachts immer besoffen twittern‘ würde."

Was sich darauf bezieht, dass Ramelow zuvor schon bei Twitter die Demo vor dem Wohnhaus von Höcke mit Nazi-Methoden verglichen hat. Sebastian Krumbiegel, auch er ist auf dem Handyvideo zu sehen, erzählt, worum es bei dem Konflikt ging: "Rein inhaltlich muss ich dazu sagen, ging es darum, dass Herr Ramelow gesagt hat, er findet das keine gute Methode und findet, das sei eine ähnliche Methode – und das war wohl der Punkt des Anstoßes - wie frühe Nazi-Methoden. Damit meint er natürlich nicht irgendwelche KZ-Methoden sondern die frühe Zeit der Nazis, wo eben vor Privathäusern Mahnwachen abgehalten worden sind. Und da bin ich voll bei Herrn Ramelow, muss ich ganz ehrlich sagen."

Ob der Thüringer Ministerpräsident aus der Rolle gefallen sei, haben wir den Augenzeugen Sebastian Krumbiegel gefragt: "Ehrlich gesagt: nicht. Ich habe eher sogar gedacht, da ist mal einer, der Klartext redet und der nicht versucht, sich hinter irgendwelchen Formulierungen zu verstecken. Und ich hab seine Wut verstanden. Ich fand es erst einmal auch unangemessen bei dieser Veranstaltung, bei der es wirklich um behinderte Menschen geht, diese Veranstaltung zu missbrauchen dafür. Deswegen habe ich Herrn Ramelow da schon verstanden."
geschrieben von Uwe Jahn
pschroed
pschroed
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
Bild Frankfurter Allgemeine


Gysi provoziert die Linkspartei, man könnte glauben die Linke habe sich aus dem Polit-Zirkus verabschiedet. Pünktlich vor dem Parteitag in Magdeburg an diesem Wochenende attestiert er seiner Partei in einem Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ einfach mal, dass sie „saft- und kraftlos“ sei.

Phil.

ZITAT FRANKFURT ALLGEMEINE

Gregor Gysi weiß, wie er seine Partei aufrütteln kann. Oder provozieren. 2012 tat er es, als er auf dem Göttinger Parteitag über „Hass“ in seiner Fraktion sprach, über „Arroganz gegenüber den Ostverbänden“. Es war ein chaotisches Wochenende, die Rede hatte einen langen Nachhall in der Partei. Vier Jahre später hat Gysi – der nun nicht mehr der Vorsitzende der Fraktion ist, sondern nur noch Abgeordneter – abermals zugeschlagen. Pünktlich vor dem Parteitag in Magdeburg an diesem Wochenende attestiert er seiner Partei in einem Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ einfach mal, dass sie „saft- und kraftlos“ sei. Auf die Diskussionen dazu darf man sich freuen. Die Parteispitze wollte seine Äußerung zumindest erstmal nicht kommentieren.

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 26.05.2016, 17:53:11
Bei einem eitlen Mann, wie es Gysi ja ist, kann man fast vermuten, wie schwer es ihm fiele, wenn nach seinem Weggang die Linke besser würde, bzw. in den Umfragen einen Schub nach oben erfahren könnte.
Das ist nicht so und er gibt keine Ruhe, was auch gut ist.
Es scheint ja im Endeffekt ein Kampf der weissen, alten Männer zu werden: von Lafontaine ist zu hören, dass er auch aufgrund der Verwerfen zwischen Wagenknecht und Kipping beim Flüchtlingsthema beim Parteitag dafür sorgen wird,dass Frau Kipping, die sich wieder zur Kandidatur stellt, weniger Stimmen erhält.
Die Partei verliert nicht nur ihre angestammte Wählerklientel an die AFD; der Rest stirbt einfach weg, weil die alten, früheren Parteigenossen der SED/PDS ein entsprendes, biologisches Alter erreicht haben. Und viel Junges kommt nicht nach, das vielleicht noch nostalgisch die alten Diktatur-Strukturen zurück wünscht.
Haben die eigentlich keine anderen Sorgen? Und die Herren Bartsch und Riexinger schweigen fortlaufend. Olga
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 27.05.2016, 17:20:10
Liebe Olga.

Die LINKE ist mir lieber als die AFD bzw. FRONT NATIONAL (Marie le Pen), aber den Stil bzw. die Ansichten zu regieren zeigt daß die Ideologie der LINKEN auf dem Holzweg ist und die Wähler nur noch vermehrt zu den Rechts-Populisten treibt. Die Zeiten haben sich durch die Globalisierung verändert, wer heute als Politiker sich gegen den Kapitalismus entscheidet aber ausser leere Worthülsen nicht´s zu bieten hat um ein Haushalt einer Nation aufrecht zu erhalten stürzt die Bürger ins Chaos.

Was sich zur Zeit in Frankreich zusammenbrodelt das ist nicht mehr von ungefähr, ein totales Versagen einer weiteren LINKEN Regierung.

Phil.

ZITAT: DIE ZEIT

Natürlich ist diese Spaltung der Linken in vielen europäischen Ländern Normalität. Aber in Frankreich ist sie besonders dramatisch. Weil die linke Einheitspolitik hier in der Vergangenheit funktionierte, aber auch weil das Mehrheitswahlrecht einer gespaltenen Linken keine Chance gibt. Schon bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im nächsten Jahr könnte die Linke gegen Rechte und Rechtextremisten ihre Existenz im Parlament verspielen. Doch die französische Dramatik liegt letztlich auch in einem ungebrochenen Widerstandwillen von Teilen der Linken.
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
Das geht eindeutig zu weit.

Phil.

ZITAT FOCUS

Die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist auf dem Linken-Parteitag in Magdeburg mit einer Torte beworfen worden. Zu der Aktion bekannte sich eine "Antifaschistische Initiative "Torten für Menschenfeinde"". Die Aktivisten gingen an Wagenknecht vorbei, die in der ersten Reihe der Parteitagshalle saß und warfen ihr die Torte direkt ins Gesicht.

Wagenknecht wurde von Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch aus der Halle begleitet. Parteichef Bernd Rixinger unterbrach seine Rede und sagte, man toleriere keine Gewalt, schon gar nicht gegen Frauen.

Begründet wurde die Attacke in einem ausgeteilten Zettel mit Wagenknechts Position, dass nicht alle Flüchtlinge nach Deutschland kommen könnten.
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf pschroed vom 28.05.2016, 12:03:36
Ich stimme Dir zu pschroed. Zum Angriff auf Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, auf dem Parteitag der LINKEN in Magdeburg erklären die Parteivorsitzende der LINKEN, Katja Kipping und der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Dietmar Bartsch:

Katja Kipping: "Das war nicht nur ein Angriff auf Sahra Wagenknecht, das war ein Angriff auf uns alle. Sahra Wagenknecht steht wie wir alle gegen die Verstümmelung des Asylrechts. Wir weisen die Anschuldigungen der Täter gegen sie entschlossen zurück. Sahra Wagenknecht steht gegen Rassismus und Ausgrenzung wie alle in der LINKEN."

Dietmar Bartsch: "Das ist nicht links, das ist nicht antifaschistisch, das war dumm und hinterhältig. Wir können so etwas nicht akzeptieren. Wir diskutieren hart in der Sache, aber solche Angriffe dulden wir nicht."

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