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Innenpolitik Scharia Polizei in Wuppertal

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mane vom 17.09.2014, 11:36:55
Ein interessantes Interview mit Ahmad Mansour:

"Mansour: Hier stößt die Demokratie an Grenzen, man kann versuchen, sie zu überwachen, aber meistens ist ihnen nicht nachzuweisen, dass sie straffällig geworden sind. In England will man ihnen das Aufenthaltsrecht nehmen. Aber ich lehne es auch ab, sich immer nur mit dieser kleinen Gruppe zu beschäftigen.

ZEIT ONLINE: Warum?

Mansour: Weil die Gefahr viel eher von denen ausgeht, die in Deutschland bleiben und ihren "Dschihad" gegen die Ungläubigen hierzulande ausüben wollen. Wir sollten uns um die kümmern, die noch nicht verloren sind. Prävention ist sinnvoller. Unglaublich viele Leute in Deutschland sympathisieren mit den Terroristen – und sobald die Terrorgruppe "Islamischer Staat" Erfolge erzielt, werden es wieder mehr. Es gibt eine Gruppe, die diesen radikalen Gruppierungen nahesteht und sich "Wahre Religion" nennt. Sie hat auf Facebook 50.000 Fans. Natürlich sind das nicht alle Terroristen, aber sie denken ähnlich."

Man beachte auf dem Foto die Mimik der Frauen,erstaunlich....

(fett von mir )

Gruß
Inga
Edita
Edita
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von Edita
als Antwort auf mane vom 17.09.2014, 11:36:55
Liebe Mane,

nur Ausweisen und / oder Verbieten reicht auf Dauer aber nicht aus, zumal man die mit Deutschem Pass sowieso nicht ausweisen kann, und im Grunde ist es egal, von welchem Land aus diese Schlachtertruppe operiert, sie ist eine immens hohe Bedrohung und zwar weltweit !
Man muß ernsthaft begreifen, und wenn man das nicht kann, dann muß man das untersuchen, z.B. mit Hilfe von Profilern, warum um alles in der Welt, junge Leute so etwas mit sich machen lassen, denn für die geht es doch um Alles, incl. der Bereitschaft zum Selbstmordattentat!
Für alles, was Jugendlichen und Kindern das Leben reicher, aufregender, spannender, neugieriger, abwechslungsreicher und erlernbarer macht, hat die Öffentliche Hand das Geld gestrichen, Schulen verkommen zu Bruchbuden, Kinder müssen sich da den Toilettengang stundenlang verkneifen, weil die Toiletten versiffte Rattenlöcher sind, ( zu unserer Schulzeit war das undenkbar) viele Eltern ersticken in ihren Sorgen und bräuchten selber Hilfe.............ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen was Kindern und Jugendlichen das Leben zur Hölle machen kann und ihnen tagtäglich zeigt, daß sie eigentlich bedeutungslos, nicht existent und überflüssig sind, vielleicht sind das auch alles Gründe, warum sie sich nach dem Himmel mit den vielen Jungfrauen sehnen!
M.M.n. wäre hier schon ein nicht zu unterschätzender Anhaltspunkt!

Edita
Medea
Medea
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von Medea
Der Psychologe Ahmad Mansour sagt unter anderem in dem Interview:

"Seine Inhalte hat der IS nicht neu erfunden: Sie sind im Mainstream-Islam, den viele Muslime in Deutschland praktizieren, angelegt. Es nutzt nichts, sich offiziell vom Terror des IS zu distanzieren, aber weiter an diesen Inhalten festzuhalten und einen liberalen Islam auszugrenzen."

Zu den Kopftuchfrauen:

Sie hängen ja geradezu an den Lippen des Predigers Vogel, als sei er
der neue Heilsverkünder. Diese Frauen sind wahrscheinllich bereit,
seinem Ruf zu folgen und in den Dschihad zu ziehen. P. Vogel fanatisiert
seine Anhänger und Anhängerinnen.
M.

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Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 17.09.2014, 11:59:00
.
das von inga eingestellte interview mit ahmed masur ist wirklich lesenswert.
ich wollte, es gäbe mehr moslems wie masur.

auf dem von inga erwähnten foto ist der fanatische konvertit vogel.
ich wollte, es gäbe weniger moslems wie vogel.

masur, der in jugendlichen jahren auch radikal dachte, wurde vergangenen montag der moses-mendelssohn-preis 2014 verliehen,
für seine arbeit mit muslimischen jugendlichen.

die verleihungsrede hielt Tagesspiegel-Chefredakteur Casdorff,
alternative zum hass

seite 1: ein muslim, der antisemitismus bekämpft
seite 2: muslime halten es aus, kritisiert zu werden
seite 3: helden, die in ihrer kultur bleiben wollen, sie aber infrage stellen.

hier ein auszug.
So schrieb er (anm.: masur) gerade, diesmal im „Spiegel“:

"... Da liegt das Problem: bei unhaltbaren Einstellungen vieler Muslime.
Damit sich etwas ändert, damit der Islam wirklich geschützt wird,
muss er sich reformieren und sollte sich den notwendigen Debatten öffnen.

Junge muslimische Männer brauchen Alternativen zu Hasspredigern.
Sie brauchen Vorbilder auf dem Terrain des moderaten Islam,
Leute in ihrem Umfeld, ihren Gemeinden, die nichts – mehr – mit solchen Radikalen zu tun haben und kritisches, autonomes Denken ermutigen.
Damit erst lässt sich dem Sog zum Fundamentalismus effektiv etwas entgegensetzen.

Noch gibt es solche Impulse, leider, zu wenig."


m./.

sorry, medea, ich konnte deinen beitrag nicht sehen, da ich noch schrieb
.
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf vom 17.09.2014, 14:28:01
Junge muslimische Männer brauchen Alternativen zu Hasspredigern.
geschrieben von margarit


junge männer und frauen brauchen vor allem gesellschaftlich relevante alternativen und perspektiven .

wenn sich die "bürgerliche demokratie" selbst zerlegt um der herrschenden klasse gerecht zu werden und jede denkbare alternative im vorfeld
destruiert ... muss man sich nicht wundern , dass leute ihre hoffnung
in Absurdistan suchen .

sitting bull
olga64
olga64
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von olga64
als Antwort auf sittingbull vom 17.09.2014, 14:42:59
Was ist denn das wieder für ein Anarchistengeschwurbel von der linken Seite? Ist die faltiger werdende Faust in der Hosentasche immer noch geballt ( da sieht sie ja keiner?).
Die muslimischen jungen MÄnner haben sicher weniger Probleme mit dem bürgerlichen Mittelstand in Westdeutschland - aber mehr mit den Nazis und Ausländerhassern z.B. in Ostdeutschland und auch mit Hetzgesängen z.B. der AfD, die Asyl zum neuen Erfolgsthema gewählt hat. Olga

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Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
.

aktionstag in moscheenhttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/muslime-in-deutschland-grenzen-sich-von-is-terrormiliz-ab-a-991964.html


es wurde zeit, dass die verbände und gläubige moslems in deutschland klar stellung nehmen.

ich hoffe, dass auch gegen den antisemitismus, der in den den kürzlichen gaza-demos mit vielen islam-gläubigen teilnehmern deutlich wurde, stellung genommen wird.

in dem artikel, siehe link oben, fiel mir folgender passus auf:

"Einen Zusammenhang zwischen den Gemeinden in Deutschland und den radikalen Dschihadisten aus Deutschland, die zum Kämpfen nach Syrien oder in den Irak gingen, weist Zekeriye Altug von der Türkisch-Islamischen Union zurück:

Diese jungen Menschen kämen meist nicht in die Gemeinden und seien somit auch nicht ansprechbar. Oft handele es sich um Personen, die den Islam gar nicht richtig kennen, so Altug.

Dass Bundesinnenminister Thomas de Maizière den IS in Deutschland verboten hatte, begrüßten die Verbände.

"Das hätte schon früher kommen sollen", sagte Mazyek (anm: Chef des Zentralrats der Muslime (ZDM)


stimmt.
aber auch von den verbänden hätte "das schon früher kommen sollen".
dem aktionstag wünsche ich viel erfolg.

markierung und absatzgestaltung von mir,
m./.
.
mane
mane
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von mane
als Antwort auf Edita vom 17.09.2014, 12:33:53
Liebe Mane,

nur Ausweisen und / oder Verbieten reicht auf Dauer aber nicht aus, zumal man die mit Deutschem Pass sowieso nicht ausweisen kann, und im Grunde ist es egal, von welchem Land aus diese Schlachtertruppe operiert, sie ist eine immens hohe Bedrohung und zwar weltweit !
Man muß ernsthaft begreifen, und wenn man das nicht kann, dann muß man das untersuchen, z.B. mit Hilfe von Profilern, warum um alles in der Welt, junge Leute so etwas mit sich machen lassen, denn für die geht es doch um Alles, incl. der Bereitschaft zum Selbstmordattentat!
Für alles, was Jugendlichen und Kindern das Leben reicher, aufregender, spannender, neugieriger, abwechslungsreicher und erlernbarer macht, hat die Öffentliche Hand das Geld gestrichen, Schulen verkommen zu Bruchbuden, Kinder müssen sich da den Toilettengang stundenlang verkneifen, weil die Toiletten versiffte Rattenlöcher sind, ( zu unserer Schulzeit war das undenkbar) viele Eltern ersticken in ihren Sorgen und bräuchten selber Hilfe.............ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen was Kindern und Jugendlichen das Leben zur Hölle machen kann und ihnen tagtäglich zeigt, daß sie eigentlich bedeutungslos, nicht existent und überflüssig sind, vielleicht sind das auch alles Gründe, warum sie sich nach dem Himmel mit den vielen Jungfrauen sehnen!
M.M.n. wäre hier schon ein nicht zu unterschätzender Anhaltspunkt!

Edita


Liebe Edita,

"warum junge Leute das mit sich machen lassen" wird mehrere Gründe haben.


Zum einen sind Kinder und Jugendliche leicht zu beeinflussen, besonders wenn sie in einer Gesellschaft leben, in der sie sich nicht wohl fühlen. Plötzlich finden sie Anerkennung, die sie sonst nicht erfahren haben.

Der radikale Salafismus bietet einfache Antworten, es gibt klare Kategorien von Gut und Böse, was erlaubt und was verboten ist. Er bietet Gemeinschaft, ein Gefühl des Auserwähltseins, sogar das Paradies wird versprochen.
Religöse Fanatiker fast jeder Religion (auch Sekten), haben oft die Fähigkeit andere Menschen so zu manipulieren, dass diese sich kaum widersetzen können.

Die fehlenden Perspektiven, das Gefühl überflüssig zu sein, von dem Du schreibst, bietet einen Nährboden dafür.

Wie ist das zu lösen?

Inga, Medea und Margarit bringen in ihren Beiträgen die Verantwortung der moderaten Muslime ins Spiel. Der Psychologe Ahmad Mansour (Palästinenser, der in Israel aufwuchs und seit 2004 in Deutschland lebt)ist der Meinung, dass der moderate Islam der radikalen Auslegung des Glaubens zu ähnlich sei. Die Islamisten hätten die Inhalte des gängigen Islamverständnisses überspitzt und radikalisiert.

Muslime müssen damit beginnen, die Ursachen auch bei sich zu suchen. Mansour geht hier mit gutem Beispiel voran, wie in den eingestellten Links zu lesen ist.

Wichtig ist, dass die jungen Menschen das Gefühl haben, in der Gesellschaft einen Platz zu haben und dazuzugehören. Grenzen aufzeigen, aber sie nicht abwerten. Das Gespräch suchen, Fragen stellen, sie zum Nachdenken bringen Wichtig ist es, die Vorzüge von freiem Denken und Bildung aufzuzeigen.

Ihnen Möglichkeiten zeigen, wie sie sich konstruktiv einbringen können. Im Projekt Heroes (2007 in Berlin gegründet)z.B. wenden sich junge Männer aus dem arabischen Raum und der Türkei, gegen alte Rollenmuster - für die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Wenn dann noch unentgeltliche Sport- und Kunst-/Musikschulen u.a. geschaffen werden, ist das schon eine Menge an Möglichkeiten, die den Radikalen den Nachwuchs entziehen könnten.

Gruß Mane
Medea
Medea
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von Medea
als Antwort auf vom 17.09.2014, 21:41:55
Daß sich die Muslime in Deutschland endlich rühren und einen Aktionstag
gegen Haß und Unrecht begehen wollen, darauf habe ich lange gewartet
und begrüße es sehr.
Es dämmert nun doch so langsam, daß der gesamte Islam in Mißkredit gerät,
wenn in seinem und des Propheten Namen Mörderarmeen durch die Welt
ziehen und auf grausamste Weise viele Menschen, meistens Andersgläubige,
massakrieren. Australien lag ebenfalls im Fadenkreuz, die geplanten
Terrorakte konnten bisher verhindert werden.

Ich wünsche dem Aktionstag und den Friedensgebeten in den Moscheen einen vollen Erfolg. Moscheen sind ebenso zu schützen wie Kirchen und
andere Gebetsstätten von Gläubigen.

Medea.
mane
mane
Mitglied

Re: Scharia Polizei in Wuppertal
geschrieben von mane
als Antwort auf sittingbull vom 17.09.2014, 14:42:59
Junge muslimische Männer brauchen Alternativen zu Hasspredigern.


junge männer und frauen brauchen vor allem gesellschaftlich relevante alternativen und perspektiven .

wenn sich die "bürgerliche demokratie" selbst zerlegt um der herrschenden klasse gerecht zu werden und jede denkbare alternative im vorfeld
destruiert ... muss man sich nicht wundern , dass leute ihre hoffnung
in Absurdistan suchen .

sitting bull
geschrieben von margarit


Lieber Sitting Bull,

welche Alternativen sind in Deinen Augen denkbar, um die Bedürfnisse gefährdeter Jugendliche zu befriedigen? Und zwar zum jetzigen Zeitpunkt. Gehst Du (Ihr) auf radikale junge Menschen zu, um ihnen Alternativen aufzuzeigen. Wie reagieren diese dann?

Gruß Mane

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