Warum habe ich Angst, frage ich mich? Aber es ist die Wahrheit. Mit 82 Jahren spüre ich wieder die Angst. Ich dachte dieses Gefühl werde ich nicht mehr haben. Aber zu viel geschieht zu Zeit in unserer Welt. Das ist doch so weit, sagen meine Freunde, warum hast du Angst Syrien und alle diese Länder sind doch weit weg. Nein, heute ist alles nah. So nah wie der Vorfall der mir vorgestern passiert ist.
Es ist schon sehr früh dunkel .Es war schon nach 21,00 Uhr als bei mir an der Tür klingelt. Ich war im ersten Stock im Zimmer von Bruno. Er war 14 Tage mit Tochter und Schwiegersohn am seinem geliebten Meer. Er erzählte wie schön es war, es war ein gemütlicher Abend als die Klingel uns schrill aus unseren Erinnerungen brachte. Geh zu Balkon und frage wer so spät noch da ist. „ Wer ist da? fragte Bruno. Ein Paket. Ich war erstaunt, das man so spät noch Pakete zustellt. Ich habe wie immer Tulpenzwiebel in Holland bestellt, also dachte ich, es ist halt das Paket. Bruno machte Licht im Korridor und ging nach Unten. Aber da hörten wir schon, dass sehr schnell ein kleiner Lieferwagen weggefahren ist. Komisch dachten wir. Dann kamen die Zweifel ob das wirklich Hermes war, der uns immer die Pakete brachte. Unsere kleine Straße ist nicht so hell. Die Menschen in den kleinen Häusern saßen beim Fernsehen und wir wohnen im letzten Häuschen beim Wald , da könnte man reinkommen und ganz gemütlich uns ausrauben. Wir sind schon so alt, das wäre für Einbrecher leicht uns still zu halten. Es passierte doch schon so was am helllichten Tage, das ein älteres Ehepaar ermordet wurde. Aber ich wollte nicht diese Gedanken zulassen und dachte, vielleicht bringt der Zulieferer das Paket Dienstag. Leider auch am nächsten Tag, kam niemand. Also vielleicht haben wir ein Schutzengel gehabt, dass wir nicht ohne Fragen aufgemacht haben. Wie es auch sei ich habe gestern die Polizei angerufen und von dem Vorfall erzählt. Der Beamte sagte er habe es notiert. Ja, aber man müsste doch älteren Menschen auf solche Methoden aufmerksam machen. Wie es auch sei, man ist in unserer Zeit keine Sekunde sicher.
Trotzdem will ich es für unsere User im ST es publik machen, denn es sind viele ältere Menschen, die alleine wohnen und sie warnen nicht ohne Fragen die Tür zu öffnen.

Tilli

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Kommentare (15)

tilli Eure Kommentare haben mir Wegweiser gegeben und ich danke Euch für Eure Ratschläge. Das tut gut und ich weiß, das viele ältere Menschen die meinem Blog und Eure Kommentare lesen auch dankbar werden.

Mit vielen Grüßen Tilli
El_Lobo Die kleinen Kettchen, die die Tür sichern sollen, halten in der Mehrzahl kaum. In Hamburg wurde ein Rentner in seiner Wohnung von so einer osteuropäischen Bande überfallen. Die warfen sich mit Wucht gegen die Tür und die Kette riss wie ein dünner Bindfaden.
werderanerin diese "verdammte" Gutgläubigkeit...habe selbst eine Tante, die ist 86, total fit und gut drauf und da höre ich auch sooft..."ach waren die nett die Leute..." und genau das ist es, höflich sein, ja das sollte man immer aber man sollte halt auch den ganz gesunden Verstand einschalten und Skepsis walten lassen. Das hat schon manchem in brenzlichen Situationen gerettet.
Einen Rundumschutz kann es eh nie geben aber wenn man sich an ganz einfache Regeln hält, hat man schon ein ganz anderes Sicherheitsgefühl.

In dem Sinne, sichere Zeiten wünscht
Kristine
floravonbistram ich rate immer, dass man sich die Sendungsnummer geben lässt, dann kann man online den Stand der Sendung ablesen. Gerade bei Hermes kann man auch darum bitten, dass der Lieferant kurz anruft, wenn die Lieferung kurz bevor steht.
Gerade, wenn man auf das Alter oder eine Gebrechlichkeit hinweist, sind sie recht hilfsbereit.
Türen auch für späte Lieferanten nie ganz öffnen, eine Kette an der Tür hilft. Wenn das Paket nicht durchpasst, einfach abstellen lassen, quittieren kann man durch den Schlitz und holt dann das Paket rein, wenn man sicher ist, dass der Wagen weg ist. Manche haben auch ein Fenster, das sie dafür nutzen können, da ist man auch etwas sicherer.
Du hast recht, dass es immer schlimmer wird und Deine Angst ist verständlich.
Euch beiden alles Liebe von Eurer Flo
tilli Ja, ich denke das wenn jemand so spät nach 21 Uhr kommt so ist das doch zu spät.Ich war immer so gutgläubig, heute habe ich gelernt und das ist gut so.
Vielen Dank mit Grüßen Tilli
uschipohl manchmal kommt Hermes sogar am frühen Abend, bei uns kam er schon mal gegen 18.00 Uhr und gerade habe ich bei Hermes gelesen, dass sie von 8.00 Uhr - 20.00 Uhr ausliefern.
Wachsamkeit, nicht nur an der Haustür, die ist immer angebracht, denn es gibt sehr viele Betrüger und es werden immer mehr...

Gott sei Dank ist nichts passiert
herzliche Grüße
uschi
Willy Gut, dass auch darüber offen geschrieben wird. In der breiten Öffentlichkeit und den Medien wird viel zu wenig den Gefahren Achtung geschenkt.
Alles gute für die Zukunft.
b.G.
W.
werderanerin solltest du in deiner Nähe keine Polizeiwache haben, kannst du auch über Google die "Internetwache" anschreiben, da gibt es für jedes Bundesland die enstpr. Ansprechpartner.
Kristine
werderanerin noch zu empfehlen sind Informationen von den enstpr. Polizeistellen, haben sie derweile auch kostenlose Beratungen für enstpr. einbruchshemmende Vorrichtungen aller Art.

Da kann man sich beraten lassen und auch sinnvolle Hinweise, aus Sicht der Ploizei bekommen.
Scheue also auch diesen Weg nicht, denn alles kann nur hilfreich sein.

"Die Polizei, den Freund und Helfer..."
Kristine
tilli Ich danke Euch, denn ich bin wieder etwas aufgebaut worden.
Freilich gibst es viele Geräte und andere Schlösser usw. Aber
es ist doch nicht gut zu Zeit. Wie es auch sei , so wie es einmal war und wie Syrdal schreibt, das man offene Tür hatte und keiner könnte auf die Idee kommen was zu stehlen die gibt es leider nicht mehr.
Aber das mit den Licht und Lärmanlage, das werde ich mir jetzt installieren lassen.
Ich grüße Euch herzlich
Tilli
werderanerin es gibt auch für kleines Geld Wechselsprechanlagen mit kleinem oder auch größerem Monitor...kann man immer sehen, wer denn vor der Tür steht und mit demjenigen sprechen.

Sehr empfehlenswert !

Kristine
werderanerin die Zeiten heutzutage und man kann fragen, warum das so ist..., bringt einen selbst im Akutfall dann aber auch nicht weiter. Man sollte einfach "aufrüsten" !

Wir bewohnen eine EFH und haben uns eigentlich über fast 10 Jahre recht "sicher" gefühlt, hat man doch auch Nachbarn und lebt nicht allein auf weiter Flur...bis...

Ja, bis vor einem Jahr in unserer Strasse eingebrochen wurde. Spätestens da wurden wir mehr als hellhörig.
Das war dann auch insb. für mich der Beginn, obwohl ich überhaupt nicht ängstlich bin, unsere Sicherheitsvorkehrungen wesentlich zu verstärken.

Wir haben dann als erstes rund um das Haus die Zahl der Lichtquellen erhöht, sodass schon allein das grelle Licht abschreckenden Charakter haben möge...für uns war das jedoch nicht ausreichend, haben im Haus dann eine Alarmanlage installiert.
Zwei Fenster haben wir dann noch zusätzlich mit Fenstergittern verrammelt...
Was aber zusätzlich ganz wichtig ist, wir haben auch von der Strasse für Jeden sichtbar, enstpr. Aufkleber angebracht, sodass wirklich Jeder (!) weiß, aha...da ist es zumindest nur mit Lärm möglich, etwas zu holen...

Ich weiß, dass es letztlich keinen Rundumschutz geben kann, zu vielfältig sind die Maschen der Betrüger aber allein das Gefühl der erhöhten Sicherheit , beruhigt ungemein.

Das reicht natürlich nicht zu 100 % aus, muss man überhaupt sehr viel wachsamer im Umgang mit den Mitmenschen sein, ja es ist schade aber notwendig.
Lieber einmal mehr fragen und auch viel, viel kritischer sein, nicht alles so leichtfertig glauben, mehr zweifeln und auch mal Nein sagen...als überfallen zu werden.

Die Zeit heute ist leider nicht sicherer geworden und wir werden wohl damit leben müssen, um aber etwas ruhiger zu leben, sollten zumindest wenige Sicherungsmaßnahmen, wie Lichtquellen installiert werden.
Das kostet nicht die Welt und hilft auf jeden fall!

Liebe Tilli..., du hast ganz sicher "aus dem Bauch heraus richtig gehandelt, zeigt es doch, dass du wachsam bist. Bleib das !

Sichere Zeiten wünscht
Kristine
Syrdal
Dort oben in der Hohen Rhön in dem kleinen Städtchen auf thüringer Seite nahe der Grenze zwischen den beiden deutschen Landen bewohnten wir ein schönes modernes Gehöft mit großem Wohnhaus, Garage, Stallung, Scheune und angrenzendem großen Garten nebst einer noch größeren Wiese, durch die sich ein kleiner Bach schlängelte. Das war Ende der 40ger / Anfang der 50ger Jahre. Damals wurde das Tor an der Einfahrt nie und der Hauseingang nur spätabends zur Nacht abgeschlossen. Tagsüber war immer alles geöffnet, selbst dann, wenn wir uns im Garten oder draußen auf der Wiese befanden. Niemand kam auf den Gedanken, es würde jemand einfach so eintreten und etwas stehlen, schon gar nicht kam der Gedanke an Raub in den Sinn, obwohl die Zeiten nicht gerade üppig waren und rundum Not und Hunger herrschten. - Heute wäre eine solch "offene Welt" unvorstellbar.
Ja, es hat sich vieles verändert und es gibt tausenderlei Gründe, warum das alles so gekommen ist. Veränderung (Fortschritt) ist normal, leider bringt Veränderung aber nicht immer nur Gutes und - so schein es - in den letzten Jahren mehr Ungutes und Unsicherheit, was genau dazu führt, wie es von Dir, liebe Tilli, beispielhaft beschrieben wurde. Und ein jeder muss sich nun notgedrungen in dieser heutigen Situation zurecht finden.
Was also bleibt? - Bei allem darf man sich nicht der (durchaus verständlichen) Angst unterwerfen, denn das führt zu nichts. Ja, Vorsicht walten zu lassen, ist immer gut und richtig. Bei Unbekanntem und Außergewöhnlichem (z.B. einer vermeintlichen Paketanlieferung zu außergewönlicher Zeit) sollte man unbedingt skeptisch sein und bedacht handeln, aber keinesfalls die Tür öffnen. Dann gilt es, Haus und Wohnung mit heute gebenen und durchaus wirksamen Mitteln so gut wie möglich zu sichern (z.B. abschließbare Fensterhebel, Türsicherungen, Außenleuchten mit Bewegungsmelder und lautstarke Signalgeber an Fenster und Türen, die bei Einbruch weit hörbaren Alarm geben). Ganz wichtig ist zudem eine gute Kooperation mit der Nachbarschaft.
Ist dies alles in vernünftigem Maß vorhanden, bleibt ein tief verinnerlichtes Gottvertrauen, das durchaus das Phänomen Angst besiegen kann. - Dies wünscht allen, die es annehmen möchten,
Syrdal


Elbstromerin ich kann Dich gut verstehen.
Hier auf dem Lande passiert auch so viel, gerade bei alten Menschen. Es sind hauptsächlich osteuropäische Banden, las ich.
Ich wohne im EG und wenn ich morgens dusche, mache ich direkt das bis dahin gekippte Fenster zu.
Früher war ich nicht so ängstlich, aber erst nachdem diese dreisten Einbrüche so dramatisch zugenommen haben.
Ich denke, die Osterweiterung der EU hat auch mit dazu geführt. Die Einbrecher unterscheiden ja nicht zwischen Reichen und Menschen, die gerade so ihr Auskommen haben, sie wollen auch so leben wie wir...............

Lg

Elbstromerin
Seija Liebe Tilli,
ja, man muss vorsichtig sein.
Das Haus meines Sohnes wurde von der Polizei besichtigt (auf Wunsch) und er bekam Tipps, damit Einbrecher kein leichtes Spiel haben. Er hat die vorgeschlagenen Maßnahmen auch durchführen lassen.
Ich selber wohne in einem 6-Familien-Haus. Als ich letztens um 23 Uhr nach Hause kam, war die Eingangstür offen (festgestellt) Es fehlt nur noch ein Willkommensschild.
Ist aber nichts passiert....
Ich denke, man sollte alles dafür tun, dass die Angst nicht übermächtig wird.
Vorsicht ja, aber auch Gelassenheit.
Wir liegen alle in Gottes Hand und unser Schicksal ist bestimmt...
Liebe Grüße
Seija

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